Startchancen-Programm: Ist Ihre Schule dabei?

Eine Gruppe von konzentrierten Grundschulkindern unterschiedlicher Herkunft, die aufmerksam dem Unterricht folgen. Moderne, helle Klassenzimmerumgebung mit Büchern im Hintergrund. Symbolisiert Bildungsförderung und Chancengleichheit.

Verfasst von

Jonathan Vossen

Jonathan Vossen engagiert sich seit drei Jahren zusammen mit seinem Team für staatlich geförderte Bildungsangebote. Als studierter Ingenieur begann seine Zusammenarbeit mit Schulen mit Mathematikvorbereitungskursen für Oberstufenschüler:innen. Daraus entstand das Unternehmen Startchancen, das sich als Anbieter von staatlich finanzierten Bildungsangeboten in mehreren Bundesländern etabliert hat.

Die Auswahl der Startchancen-Schulen ist erfolgt. Das Programm zielt darauf ab, Schulen mit besonderen Herausforderungen zu unterstützen und somit die Bildungsgerechtigkeit zu fördern. In diesem Artikel erfahren Sie, nach welchen Kriterien die Schulen ausgewählt wurden und wie die Verteilung der Startchancen-Plätze an den Beispielen Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen ablief.

Kriterien für die Auswahl der Startchancen-Schulen

Jedes Bundesland definiert die Kriterien für die Vergabe der ihm zugewiesenen Startchancen-Plätze eigenständig. Diese Kriterien basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und müssen den Zielen des Startchancen-Programms entsprechen. Der Bund legt dabei als Mindestanforderung die Berücksichtigung der Benachteiligungsdimensionen Armutsquote und Migrationshintergrund fest.

So lief es in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wurden die Schulen des Startchancen-Programms auf Grundlage eines bestehenden Sozialindex vergeben, der bereits für die Ressourcenzuweisung an Grundschulen verwendet wurde. Dieser Index berücksichtigt mehrere Faktoren und wurde nun für das Startchancen-Programm angepasst. Für die Auswahl der Schulen gibt es einen zweistufigen Prozess:

  1. Gruppierung nach Schulart:
    • Öffentliche Grundschulen
    • Öffentliche allgemeinbildende weiterführende Schulen (ohne Sonderpädagogische Bildungs- und Beratungszentren, SBBZ)
    • Öffentliche SBBZ
    • Öffentliche berufliche Schulen
    • Privatschulen
  2. Kriterien innerhalb der Schulart-Gruppen:
    • Grundschulen und weiterführende Schulen (ohne SBBZ):
      • Anteil der Kinder und Jugendlichen in Bedarfsgemeinschaften
      • Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund
      • Anteil der Schülerinnen und Schüler mit mehr als 100 Büchern im Haushalt
      • Durchschnittliche Kaufkraft (nur Grundschulen)
      • Anteil der Haushalte ohne Schulabschluss (nur Grundschulen)
      • Lernausgangslagen in den Basiskompetenzen (nur weiterführende Schulen)
    • Andere Schularten:
      • Armutsquote
      • Migrationshintergrund

In Baden-Württemberg wurde zusätzlich die Anzahl der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt, um sicherzustellen, dass auch größere Schulen mit höheren Schülerzahlen angemessen unterstützt werden.

So lief es in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen nutzt einen schulscharfen Sozialindex, um die Schulen auszuwählen, die am Startchancen-Programm teilnehmen. Der Fokus liegt dabei auf den Grundschulen (60 Prozent) und den weiterführenden Schulen (40 Prozent). Für die Teilnahme am Startchancen-Programm wurden die folgenden Indexstufen ausgewählt:

  • Grundschulen: Sozialindexstufen 6 bis 9
  • Weiterführende Schulen: Sozialindexstufen 7 bis 9

Für Schulformen ohne Sozialindex, wie Förderschulen und Berufskollegs, werden alternative Kriterien angewendet, die auf amtlichen Schuldaten basieren. Die Schulauswahl erfolgt trägerneutral, sodass auch Ersatzschulen teilnehmen können, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen.

Liste der Startchancen-Schulen

Eine detaillierte Liste der Schulen, die am Startchancen-Programm teilnehmen, finden Sie hier.

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